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Therapeutisches Reiten

Körper, Geist und Seele sind im Einklang!


Besonders sensible und bestens ausgebildete Pferde stellen sich in den Dienst des Menschen! Genießen Sie die besondere Beziehung, die mit einem sensiblen Therapiepferd aufgebaut werden kann!


Sommerferienprogramme - Abenteuerreiten und mehr....und natürlich alle Formen des therapeutischen Reitens wie:

heilpädagogisches Reiten und Voltigieren, Hippotherapie, Reit- und Fahrsport für Behinderte

Therapeutisches Reiten - eine ganzheitliche Therapie, die Körper, Geist und Seele anspricht

(Quelle: Österreichisches Kuratorium für Therapeutisches Reiten OKTR)

Therapeutisches Reiten unterteilt sich in drei Bereiche:

· Hippotherapie: Medizinisch- krankengymnastische Behandlungsform mit dem Pferd

· Heilpädagogisches Voltigieren: Pädagogisch-psychologisch-psychotherapeutische Fördermaßnahme

· Reiten und Behindertenreiten: Sportlicher Aspekt des therapeutischen Reitens - Rehabilitation

Sowohl die Ausbildung in den einzelnen Sparten als auch die aktuellen Listen der aktiven TherapeutInnen werden vom Österreichischen Kuratorium für Therapeutisches Reiten organisiert und verwaltet.

a) HIPPOTHERAPIE


Unter Hippotherapie versteht man eine spezielle physiotherapeutische Maßnahme, die bei behinderten und kranken Personen das Pferd und dessen dreidimensionale Rückenbewegung unter medizinischen Gesichtspunkten einsetzt. Der direkt auf dem warmen, bewegten Rücken sitzende Mensch muss ständig aktiv auf diese Bewegungen reagieren.

Die Therapeutin/der Therapeut achtet besonders auf die Stellung und Mobilität des Beckens, des Rumpfes und der Extremitäten. Durch diese rhythmischen, sich ständig wiederholenden Bewegungen wird der Muskeltonus (=Spannungszustand der Muskulatur) günstig beeinflusst. Keine andere physiotherapeutische Behandlung bietet die Möglichkeit, sich in aufrechter Haltung mit fremden Beinen durch den Raum bewegen zu können.


So können Bewegungsabläufe gelernt und geübt werden, Gleichgewicht, Koordination, Atmung und natürlich die gesamte Sensorik und Psyche werden in der Hippotherapie angesprochen.


Wer darf Hippotherapie durchführen?


Ausschließlich diplomierte Physiotherapeuten mit abgeschlossener Zusatzausbildung in der Hippotherapie. Diese Behandlung muss ärztlich verordnet, für den Patienten individuell angepasst und dem Therapieplan entsprechend aufgebaut sein.

Wer braucht Hippotherapie?


Kinder (abhängig von der Körpergröße, zirka ab vier Jahren) und Erwachsene mit

Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems
zum Beispiel: Cerebralparese, zentrale Hypotonie, Multiple Sklerose, Myelomeningocele, Zustand nach Schlaganfall und Schädelhirntrauma, Querschnittslähmung, Spina bifida, Rückenmarkserkrankung, minimale cerebral Dysfunktion, minimale Cerebralparese

Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
zum Beispiel: Bandscheibenproblem, Hüfterkrankung, Skoliose, Haltungsschwäche, Muskuläre Dysbalance, Zustand nach Amputation.

Muskel- und Stoffwechselerkrankungen
Syndrome
Chromosomenanomalien
Gynäkologische Probleme

zum Beispiel: Beckenbodeninsuffizienz

b) HEILPÄDAGOGISCHES VOLTIGIEREN/REITEN (HPV/R)

Unter dem Begriff Heilpädagogisches Voltigieren/Reiten werden pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und soziointegrative Angebote mit Hilfe des Pferdes bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit verschiedenen Behinderungen oder Störungen zusammengefaßt.

Dabei steht nicht die reitsportliche Ausbildung, sondern die individuelle Förderung über das Medium Pferd im Vordergrund, d.h. vor allem eine günstige Beeinflussung der Entwicklung, des Befindens und des Verhaltens.
Im Umgang mit dem Pferd und beim Voltigieren/Reiten wird der Mensch ganzheitlich gefördert: körperlich, emotional, geistig und sozial.

Wer darf HPV/R durchführen?

HPV/R darf nur von ausgebildeten Personen (HeilpädagogInnen, PsychologInnen, SonderpädagogInnen etc. mit Zusatzausbildung im HPV/R) auf einem speziell ausgebildeten Therapiepferd durchgeführt werden, um größtmögliche Erfolge und minimalstes Risiko zu gewährleisten.

HPV/R kann je nach Bedarf und Beeinträchtigung des Kindes/ Erwachsenen in Form von Einzelarbeit (ca. ½ Std.) oder Gruppenvoltigieren (ca. 1 Std.) durchgeführt werden. Die ideale Größe einer Gruppe beträgt 4-6 Kinder.

Wer braucht Heilpädagogisches Voltigieren/Reiten

HPV/R kann eingesetzt werden bei folgenden Indikationen:

Verhaltensauffälligkeiten
Geistiger Behinderung
Sinnesbehinderung
Teilleistungs- und Lernschwächen
Wahrnehmungs- und Sprachstörungen
Probleme im emotionalen und sozialen Bereich

Bei fast allen diesen Zustandsbildern zeigen sich Symptome wie Kontaktarmut, Distanzlosigkeit, vermindertes Selbstwertgefühl, Ängstlichkeit, Antriebsarmut, soziale Retardierung, Aggressivität, verminderte Frustrationstoleranz oder Hyperaktivität.
Diese unerwünschten Verhaltensweisen können durch die emotionale Kontaktaufnahme zum Tier, gezielte Übungen sowie eine intensive Gruppendynamik positiv beeinflußt werden.
Das Pferd ist quasi als "Co-Therapeut" zu sehen, weil es jeden so annimmt, wie er ist; es wertet nicht und ist frei von Vorurteilen, reagiert aber sehr wohl artgerecht und spontan auf gute oder schlechte Behandlung und setzt somit natürliche Grenzen. Verhaltenskorrekturen können somit in der Dreiecksbeziehung Pferd - Kind - Pädagoge am speziell ausgebildeten Therapiepferd orientiert werden.


Zielvorstellungen:

HPV/R ist eine sehr komplexe Maßnahme, da das Kind über alle Sinne auf mehreren Ebenen intensiv angesprochen wird. Die Ziele lassen sich auf folgende Bereiche aufgliedern:

Motorischer Bereich

Einfühlen in die Bewegung des Pferdes und Verbesserung der Haltung
Lockerung und Entkrampfung durch den rhythmischen Bewegungsablauf des Pferdes
Verbesserung des Gleichgewichtes und der Koordination
Verbesserung der Eigenwahrnehmung als Grundvoraussetzung für den Aufbau eines Körperschemas

Emotional-kognitiver Bereich

Wahrnehmungsschulung
Annehmen der Korrekturen von einem Erwachsenen über das Medium Pferd
Eingeständnis und Überwindung von Ängsten
Stärkung des Selbstwertgefühls und des Vertrauens in die eigene Leistungsfähigkeit
Aufbau von Verantwortungsbewußtsein
Erhöhung der Frustrationstoleranz

Sozialer Bereich

Anerkennen und Einhalten gemeinsam erstellter Regeln
Anerkennung der Leistung anderer
Eingliederung der Ich-Ansprüche in das Gruppengeschehen (Kompromisse schließen können)
Hilfe geben und Hilfe annehmen
Abbau aggressiver Verhaltensweisen
Aufbau von Beziehungen und Vertrauen über die Dreiecksbeziehung Pferd-Kind- Pädagoge


c) REITEN UND BEHINDERTENREITEN (Deutsches Kuratorium für Therapeutisches Reiten)


Für Menschen mit Behinderungen stellt das Therapeutische Reiten eine ideale Breiten- und Leistungssportart dar, die auch zusammen mit Nichtbehinderten ausgeübt werden kann. Besondere Hilfsmittel (wie z. B. speziell umgebaute Sättel) machen den Reitsport auch Menschen mit schweren und geistigen Behinderungen sowie Blinden zugänglich.


Die ReiterInnen mit Handicap sind in vier Wettkampfklassen (so genannte „Grades“ von I bis IV) eingeteilt. Die Zuordnung in die Grades richtet sich nach der Schwere der Behinderung und stellt somit einen fairen Wettbewerb sicher. In Grade I treten die ReiterInnen mit den schwersten Behinderungen und in Grade IV mit den geringsten Behinderungen an. Bei den FahrerInnen erfolgt ebenfalls eine Einstufung nach Grades.

Wer darf Behindertenreiten anbieten?

Lehrwart für Behindertenreiten

 

Reittherapie Dell´mour

Reittherapie Dell`mour

Behindertenreiten, Heilpädagogisches Voltigieren und Reiten, Heilpädagogisches Voltigieren und Reiten für Kindergarten- und Hortkinder, Jugendreitcamps

 

TRIK Zentrum für therapeutisches Reiten

Neben Hippotherapie, Heilpädagogischem Reiten und dem Behindertenreitsport haben wir uns auf die Durchführung von Abenteuerreiturlauben und Kindercamps spezialisiert.

 


Reitschule Wahl

Hippotherapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode auf neurophysiologischer Grundlage mit Hilfe eines Pferdes. Gute Erfolge werden mit dieser speziellen Therapie bei Kindern mit cerebralen Bewegungsstörungen erzielt. Die Hippotherapie verhilft beeinträchtigten Kindern zu neuer Lebensqualität.