Wanderreiten in Österreich: Routen, Regionen und Tipps


Reiterin beim Wanderreiten auf einem Bergpfad in Österreich

Stundenlang durch Wälder, über Almen und entlang stiller Bachläufe reiten, ohne einem Reitplatzzaun auch nur nahezukommen – das ist für viele der Inbegriff von Freiheit im Sattel. Wanderreiten hat in Österreich eine lange Tradition und führt dich quer durch einige der schönsten Landschaften des Landes. In diesem Beitrag erfährst du, was Wanderreiten ausmacht, wo es sich besonders lohnt und worauf du dich vorbereiten solltest.

Was Wanderreiten so besonders macht

Beim Wanderreiten geht es nicht um Tempo oder Dressuraufgaben, sondern um das gemeinsame Unterwegssein mit dem Pferd. Über mehrere Stunden oder Tage legst du längere Strecken zurück, oft im Schritt und Trab, mit Pausen für Mensch und Tier. Dabei entsteht eine ganz eigene Verbindung: Ein Pferd, das gelernt hat, sich im Gelände zuverlässig zu bewegen, an Verkehr, Brücken und Wild vorbeizugehen, ist ein verlässlicher Partner – und ein Reiter, der das Gelände lesen kann, lernt sein Pferd von einer neuen Seite kennen.

Beliebte Regionen für Wanderritte in Österreich

Österreichs Mittelgebirge und Almregionen sind wie geschaffen für mehrtägige Ritte. Besonders beliebt sind die sanften Höhenrücken in Kärnten und der Steiermark, wo gut markierte Reitwege Höfe, Gasthöfe und Aussichtspunkte verbinden. Auch das Wald- und Mühlviertel in Oberösterreich sowie Teile des Burgenlands bieten weitläufige, verkehrsarme Strecken. Wer es alpiner mag, findet in den Voralpen Touren mit ordentlich Höhenmetern – hier solltest du allerdings ein trittsicheres, konditionsstarkes Pferd dabeihaben.

Die richtige Vorbereitung

Ein Wanderritt steht und fällt mit der Vorbereitung. Pferd und Reiter brauchen Kondition, und das Pferd sollte sicher im Gelände gehen. Plane deine Route mit realistischen Tagesetappen – 20 bis 30 Kilometer sind für die meisten Pferde ein gutes Maß. Sorge vorab für Übernachtungsmöglichkeiten mit Unterstellung und Futter, prüfe den Beschlag und nimm Hufschuhe als Reserve mit.

Zur Grundausstattung gehören außerdem:

  • eine gut sitzende Satteltasche mit Erste-Hilfe-Set für Mensch und Pferd
  • ausreichend Wasser und ein leichter Imbiss
  • wetterfeste Kleidung – das Bergwetter schlägt schnell um
  • Karten- oder GPS-Material und ein geladenes Handy
  • Halfter und Strick für die Pausen

Rücksicht unterwegs

Wanderreiten funktioniert nur im Miteinander. Bleib auf den freigegebenen Wegen, nimm Rücksicht auf Wanderer und Mountainbiker und halte Weidetore so vor, wie du sie vorgefunden hast. Wer freundlich grüßt und langsam an Fußgängern vorbeireitet, sorgt dafür, dass Reiterinnen und Reiter auch in Zukunft willkommen sind. So bleibt das Wanderreiten in Österreich das, was es im besten Fall ist: eine entspannte, respektvolle Art, die Landschaft zu erleben.

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