Reitkarten & Reitwege in Österreich: orientieren und Touren planen


Reiterin an einem Wegweiser auf einem Reitweg

Wer im Gelände unterwegs ist, will wissen, wo er reiten darf – und wo nicht. Gutes Kartenmaterial und ein Überblick über das Reitwegenetz sind deshalb für Ausritte und Wanderritte Gold wert. In Österreich ist das Netz an ausgewiesenen Reitwegen über die Jahre gewachsen. Dieser Beitrag zeigt dir, wie du dich orientierst und worauf du beim Planen achten solltest.

Warum ausgewiesene Reitwege wichtig sind

Anders als beim Wandern darf man mit dem Pferd nicht überall unterwegs sein. In vielen Regionen gilt im Wald ein grundsätzliches Reitverbot, von dem ausgewiesene Reitwege ausgenommen sind. Diese Wege sind so gewählt, dass sie weder den Forstbetrieb noch Wanderer stören und für Pferde gut begehbar sind. Wer sich an das markierte Netz hält, reitet rechtlich auf der sicheren Seite und trägt dazu bei, dass Reiten im Gelände akzeptiert bleibt.

Welche Karten dir weiterhelfen

Für die Tourenplanung haben sich mehrere Quellen bewährt:

  • Regionale Reitkarten der Tourismusverbände, die das lokale Reitwegenetz mit Höfen und Einkehrmöglichkeiten zeigen
  • Topografische Wanderkarten, die Höhenlinien, Wege und Geländeformen abbilden
  • Digitale Karten und GPS-Apps, mit denen du Routen vorab planst und unterwegs deinen Standort siehst

Am besten kombinierst du digitale und gedruckte Karten – das Handy kann unterwegs den Geist aufgeben, eine wasserfeste Karte in der Satteltasche nicht.

Eine Reittour planen

Beginne mit einer realistischen Tageslänge und plane Pausen für Pferd und Reiter ein. Achte auf Wasserstellen, mögliche Einkehrpunkte und Stellen, an denen du Verkehr queren musst. Markiere kritische Abschnitte – steile Passagen, enge Brücken, stark frequentierte Wanderwege – schon bei der Planung, damit du unterwegs nicht überrascht wirst.

Unterwegs richtig orientieren

Halte dich an die Markierungen des Reitwegenetzes und weiche nicht ohne Grund auf gesperrte Wege aus. Wenn du eine Route zum ersten Mal reitest, gönn dir etwas mehr Zeit und reite sie im Zweifel mit jemandem, der die Gegend kennt. So wird aus einer guten Karte ein entspannter Ritt – und du lernst Österreichs Reitregionen Stück für Stück besser kennen.

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